Proper English!

Fünfzehn Wochen an der Art University Bournemouth

 
21Juni
2016

Pardon me!

Lange ist's her... Die letzten Wochen waren ziemlich fordernd und ich bin definitiv an die Grenze meiner Kapazitäten gekommen. Hier nun eine Zusammenfassung der Ereignisse, Neugelerntem und die daraus folgenden Resultate:

Ich habe mich weiterhin stark auf die Organisation der Kurse konzentriert. Mit einer ordentlichen Einweisung in die Programme InDesign und Adobe habe ich nahezu alle Kurspläne in Rücksprache mit den Tutoren entwickelt. Außerdem habe ich mir eine rießiege Checkliste erstellen müssen um mit den vielen Studenten und den dazugehörigen Daten nicht durcheinander zukommen. Somit konnte ich detailiert den Status der Bearbeitung dokumentieren und den Überblick darüber behalten, was noch fehlt und was schon parat steht. Mit den studentischen Aushilfen habe ich regelmäßige Meetings gehabt und sie ebenfalls über den Stand der Dinge informiert. Es wurden die Zimmerverteilungen, das Catering, die Busfahrten, Tagesausflüge usw. geplant. Mittlerweile habe ich mit fast allen Abteilungen auf dem Campus zusammenarbeiten müssen. Zum Beispiel musste ich genaue Teilnehmer-Listen für die Bibliothek erstellen, da die Sommerstudenten hier ebenfalls Bücher und weiteres ausleihen dürfen. Unter anderem musste ich an jeden Studenten eine Loginnummer verteilen, die zusätzlich noch einen Print-credit für den Copyshop beinhalten (in Zusammenarbeit mit dem ITCS). Grundlegend habe ich ein buntes breites Organisationsverfahren entwickelt, um soviel wie möglich für die Kurse vorbereitet zu haben. Telefondienst ist mittlerweile kein Problem mehr. Um den Studenten regionale und kulturelle Informationen bereit zu stellen, habe ich verschiedene Institutionen wie z. B. den Touristenservice kontaktiert und Broschüren angefordert. Materialen mussten mit der Zeit ebenfalls nachbestellt werden, was ich per Email organisierte. Namensschilder, Wilkommenspäckchen, Raumkennzeichnungen etc. Die Liste der Tätigkeiten ist lang und wie gesagt bunt und breit gefächert.laughing Neben dem organisatorischem "TamTam" hat mir die Managerin der Abteilung auch einige seröse Aufgaben gegeben. Ich durfte die komplette Vorlage der Jahresabschlussanalyse mithilfe von Excel erstellen. Das war dann doch ne größere "challenge" als erwartet...

Nun befinde ich mich auch schon in meiner letzten Woche des Praktikums. Ziemlich seltsames Gefühl. Ich hatte nicht erwartet mich hier so sehr einzuleben. Dennoch bin ich auch froh bald wieder zurück in Berlin zu sein. Der erste Kurs lief übrigens auch super. Ich durfte zusammen mit den Tutoren die Räume einrichten und dekorieren, was echt ziemlich entspannt ist, wenn man sonst den ganzen Tag am Computer sitzt oder von Abteilung zu Abteilung rennt. Neue Erfahrung hierbei war dann, dass die Tutoren so mit mir zufrienden waren, dass sie mich beim Begrüßungsteam dabei haben wollten. Das heißt ich habe am Tag der Anreise der Studenten eine Gruppe zugeteilt bekommen, mit der ich dann eine Campus-Tour machen musste. Witzige Anekdite dazu: AN DIESEM TAG HAT MICH MEIN BUS BEINAHE IM STICH GELASSEN. Eigentlich ist das nicht witzig, weil die Infrastruktur hier nicht mit der von Berlin zu vergleichen ist. Im Endeffekt kam mein Bus nach fünzig aufreibendenen Minuten des Wartens. Ich platzte gerade so in den Raum hinein, als das Team sich auf den Weg zur Gruppe machte.

Mein Flowmanager war letzte Woche zu Besuch. Ihm und seiner Kollegin habe ich an einem Sonntag ein wenig die Stadt gezeigt. Leider hatten wir nicht allzu viel Zeit aber die "Main-Hotspots" waren dabei! Am Montag wurden die beiden dann von meinem Team in der Uni begrüßt. Nach einer Campus Tour und einem entspannten Mittagessen, haben wir uns alle zusammen gesetzt und nochmal die wichtigsten Punkte besprochen. Meine Referenz ist überragend, was ich so gar nicht erwartet hatte. Die Resultate dieses Praktikums sind mehr als nur überraschend. Dafür werde ich aber nochmal einen abschließenden Bericht erstellen.

In meiner Freizeit habe ich auch so einige abenteurliche Dinge erlebt. Mutti und meine Schwester waren zu Besuch. Das war ein Familienchaos vom aller Feinsten. laughing London-Visit, mit dem gefährlichen Roofless-Double-Decker nach Swanage, der teure Eintritt für die Corfe Castle, zu große Fish´n Chips Portionen, Shoppingekstase in Seconhand Läden und die verzweifelte Suche nach der Coachstation in London. Alles in allem ein malwieder wahnsinniges und gelungenes Familienwochenende. Abgesehen von dem Family Wochenende habe ich einzigartige und innige Freundschaften geschlossen. Viele sensationelle Erlebnisse hatte ich mit meiner multikulti Crew. Von langen Tanznächten, Mädelsabenden, ein echtes britisches BBQ bis hin zu Einladungen bei Spaniern zu einem großen spanischen Abendessen.

Ich werde mir dann nochmal Zeit nehmen um einen ausführlichen Abschlusseintrag zu erstellen. Es gab auch vieles zu kritisieren und einige wichtige Eingebungen, die mir dabei halfen, mehr zu meinem persönlichen Bewusstsein zu finden und herauszukristallisieren, was ich mir eigentlich für die Zukunft vorstelle. Internationale Arbeitserfahrungen zu sammeln können definitiv nur eine Bereicherung sein.

Bei meinem nächsten Bericht werde ich dann schon wieder entspannt in meiner Hängematte in Berlin liegen. innocent

In diesem Sinne, machets jut...

22Mai
2016

Das Gefühl von Gewohnheit schleicht sich ein!

Einen wunderschönen, meine Lieben! An der Arbeit sind wir nun alle ein sehr gut eingespieltes Team. Ich werde in jegliche Abläufe genau involviert, was mir die Freiheit gibt, 200 Prozent zu geben. Meine Vorgesetzten sind sichtlich zufrieden mit meiner Arbeit und mich pusht es selbstverständlich, immer mehr Verantwortung übernehmen zu dürfen und neue "Challenges" anzutreten. Mein Kopf raucht und das ist gut so! Sicherlich ist es nicht jedermanns Geschmack oder Erwartung, in einem Praktikum so viel zu geben. Aber wenn ich eines kann, dann sicherlich kommunizieren, strukturieren, organisieren und empathisch zu handeln. Pete (Manager der Short Courses) kam in der letzten Woche zweimal auf mich zu, weil er sich Sorgen machte, man würde mir zu viel aufbürden. Ich beruhigte ihn und machte ihm deutlich, dass wenn mir etwas zu viel wird oder mir etwas nicht in den Kragen passt, ich das auch deutlich ansprechen werde. Ich dürste nach Herausforderungen, warum sonst sollte man ein Praktikum im Ausland absolvieren? Ich bin gerührt von seiner Besorgnis aber bin gleichermaßen auch glücklich darüber, dass Maria mich so fordert. Gute Leistung wird belohnt, und so hat sie mir für nächste Woche zwei Tage frei gegeben, da meine Familie für ein verlängertes Wochenende zu Besuch kommt.

Grundlegendes zu den letzten Wochen:

Die Entwicklung meiner sprachlichen Kompetenzen sind ein wahrer Erfolg. Ich habe mittlerweile meine ersten geschäftlichen Anrufe auf Englisch getätigt. Maria lässt mich fast ganz eigenständig arbeiten. Ich stehe mit Lieferanten per Telefon und Email in Kontakt, organisiere mich selbst und kontaktiere andere Abteilungen, Firmen oder Institutionen wenn dies notwendig ist. Zusammen mit den studentischen Aushilfen plane und bereite ich alles für unseren ersten Kursbesuch vor. Nächsten Monat trifft der erste Bespoke Course ein. Es handelt sich hierbei um eine Gruppe indischer Schüler, für die ein Kurs mit vielen kreativen Elementen kreiert wurde. Unter anderem werden die Kursteilnehmer auch einige kulturelle Besichtigungsfahrten unternehmen um die britische Geschichte, Künstlerszene und Mentalität sowie Traditionen kennenzulernen. Die Arbeit macht Spaß und ist super abwechslungsreich. Nach wie vor genieße ich die Dynamik im Team. An einigen Stellen habe ich aber auch mittlerweile Kritikpunkte finden können, wie z. B. der Organisation der Daten oder auch der Kommunikation. Seitdem ich meinen Vorgesetzten gesagt habe, dass ich meine Arbeitsabläufe nur effektiver gestalten kann, wenn auch ausreichend mit mir kommuniziert wird und man mich gründlich informiert, hat sich einiges verändert. Ich werde in die für mich wichtigen Meetings integriert oder werde in Rundmails mit in den Verteiler gesetzt. Unter anderem habe ich Pete vorgehalten, dass die Organisation der Daten absolut unvorteilhaft ist. Es wurde bisher noch keinerlei Datenbank erstellt, was schleunigst geschehen sollte, da der Kundenstamm wächst und somit auch die Sammlung an Daten. Auf langer Sicht gesehen würde also alles unüberschaulich werden. Alles im allem wird mir der Raum und die Freiheit gegeben so gut wie möglich eigenverantwortlich zu handeln und zu arbeiten. Hiermit schleicht sich dann auch schnell ein Gefühl von Routine und Gewohntheit ein. Das bewerte ich ganz neutral. Interessant wird es dann, wenn ich zurück kehre nach Berlin. Vorallem ist noch nicht ganz ersichtlich, was genau als Resultat dieser Auslandserfahrung folgen wird. Ich bin schon sehr gespannt auf meine Rückreise und das Résumé. Inwieweit hat sich nun mein Bewusstsein verändert? Das ist noch absolut ungreifbar für mich. Wir werden sehen... Vorerst lebe ich im Hier und Jetzt. Was ich tatsächlich sehr vermisse, ist meine kleine Plattenbauwohnung laughing. Ich visualisiere stark den Gedanken mit einer Tasse Kaffee in meiner Hängematte zu liegen, aus dem Fenster zu sehen und Neil Young beim phylosophieren zuzuhören.

Cheerio, guys!

Erinnerung an mich selbst: Bald mal zusehen einige Bilder vom Arbeitsplatz zu machen...

03Mai
2016

Does that makes sense?

Hiya guys! Theoretisch gibt es viel zu berichten aber praktisch betrachtet, wäre das ja viel zu anstrengend für mich. Der Umzug war chaotisch aber dennoch erfolgreich. Das neue Ambiente ist sehr angenehm, wenn nicht sogar besser! Wir befinden uns nun direkt im Gebäude der Bibliothek. Am Tag nach dem Umzug hat mich eine der Bibliothekarinen zusammen gestauft, als ich mit meinem Becher Kaffee herein gelaufen kam. Ich wurde für eine Studentin gehalten. Nachdem ich sie aufgeklärt hatte, dass ich zum Short Courses Team gehöre, hat sie sich aufrichtig entschuldigt doch mir hat das eher geschmeichelt. laughing

In meinem Tätigkeitsbereich hat sich nicht viel verändert. Nach wie vor bin ich für die Datenverwaltung in Excel zuständig. Ich habe allerdings eine genauere Einweisung in das Pflegen, Hegen und Nutzen von sozialen Netzwerken bekommen. Carol hat mich mit LinkedIn vertraut gemacht. Diese Plattform war mir absolut fremd, dabei kann diese auch für mich eventuell interessant werden. LinkedIn verhält sich wie Facebook. Der Unterschied ist, dass dies eine seriöse Plattform ist, die sich ausschließlich auf geschäftliche Kontakte konzentriert, Das heißt Studenten, Unternehmen, Freiberufler oder auch Headhunter nutzen hier die Chance auf Pflegen von Kundenbeziehungen oder Neugewinnung, Stellenangebote und Selbstmarketing oder einfach zum hegen von internationalen Kontakten. Super Sache! Die Globalität ist berrauschend. Vorher war dies nur ein schwammiger Begriff für mich. Mittlerweile kann ich diesen greifen und sortieren. Natürlich trägt die Globalität auch viele Nachteile mit sich aber das ist ein Thema für einen Abend mit viel Wein und eher nicht geeignet für einen Blogeintrag. Fakt ist, dass die Kapazität der eigenen Entwicklung scheinbar wie ein Fass ohne Boden ist. Wer in Berlin wohnt und glaubt ein Großdenker zu sein, der sollte die Herausforderung antreten dies auch mal auf die Probe zu stellen oder gar auszudehnen! Die "global citizens" scheinen mir die wahren Großdenker zu sein, wobei man sich hierbei auch wieder darum streiten kann. Subjektives Empfinden bleibt dann wohl subjektives Empfinden.

Was mein Leben außerhalb der Arbeit treibt: EINIGES. Ich habe mir hier ein sehr bereicherndes und wohltuendes Umfeld ergattert. Mit der Crew von Robert kann ich mich super identifizieren. In den letzten zwei Wochen ist hier ne richtige Mädelsclique entstanden. Witzige viele Dinge haben wir zusammen erlebt. Neben den sensationellen Parties, den leckeren Restaurant und den Cafe Besuchen haben wir unter anderem an dem Jazz-Festival in Bournemouth teilgenommen. Mein Musikerherz ist dahin geschmolzen (an diesem Punkt sollten sich meine lieben Bandkollegen angesprochen fühlen - Prost und ich vermisse euch sehr!). Letztes Wochenende hatte ich Geburtstag und da ich 22 wurde... und das ne Schnapszahl sein soll... hab ich so gehört... jaa... da gabs dann Wein... und Bier... und Tequila... Vielleicht hing das Wirrwarr auch damit zusammen, dass wir uns der Location jedes mal neu angepasst haben laughing Der Abend fing gediegen mit einem Jazz Trio an, schwung dann um zu Reggae und endete in lateinamerikanischer Musik.

Dit war's für heut! Schüss!

Weg zum Strand von meiner Wohnung aus! Aleja, Gigi, Ezgi, ich beim Jazz Festival  DER STRAND <3 Ja, man geht hier grundsätzlich mit Regenschirm zum Strand!

20April
2016

SONNE äääh Regen in Sicht...?!

Ja ha haaa. Moinsen. Um in den heutigen Blogeintrag einzuführen, das Wetter hier ist launischer als mancher eigensinniger Musiker laughing. An der Arbeit hat sich gar nicht so viel neues ergeben. Ich arbeite nach wie vor fleißig an meinen Online-Recherchen und greife hier und da den Mädels unter die Arme. Letzte Woche hatte ich ein interessantes Erlebnis mit Carol. Wir hatten 15 Erasmus+ Anwärter aus der Türkei zu Besuch. Carol hat mich darum gebeten ihr bei dem Meeting Gesellschaft zu leisten und sie zu unterstützen. Man glaubt es kaum - tatsächlich habe ich mich super präsentiert (ich war von mir selbst überrascht mit was für einer Leichtigkeit das von dannen ging). Carol stellte mich kurz vor und hielt dann eine Präsentation. Danach machten wir eine Campustour. Carol lief voran und ich hielt mich am anderen Ende der Meute auf, um sicher zu gehen, dass niemand verloren ging. Unsere Besucher waren außerordentlich interessiert und kommunikationsfreudig. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mich auf den klassischen Business-Smalltalk einzulassen - HERVORRAGEND cool. Nach einem gemeinsamen Lunch wurden alle höflich verabschiedet und Carol und ich haben die Essensreste mit in unser Büro geschleppt (wobei uns der Obstteller im Printshop aus der Hand fiel - kein Obst für die Druckerjungs ha ha haaa). Ansonsten ist noch anzumerken, dass wir am Freitag umziehen. Das Gebäude in dem wir uns momentan aufhalten wird saniert d. h. wir werden für die Sommermonate ein Großraumbüro in der Bibliothek erhalten. Das stell ich mir heikel vor bei der Lautstärke die bei uns herrscht. Ich bin belustigt und gespannt. 

Letzes Wochenende habe ich ein Tagesausflug nach Winchester gemacht mit Roberts Truppe aus der Sprachschule. Vanessa hat sich natürlich in keinster Weise vorinformiert, sondern nach dem Prinzip "nimm mit was geht" gehandelt. Als wir dann nach einer 1 1/2 stündigen Fahrt ankamen, da dann der Schock. Winchester ist nicht nur eine der ältesten Städte Englands, nein, sie ist sogar die Geburts- und Todesstätte der wunderbaren Jane Austen! Ich konnte es kaum fassen als ich vor ihrem Haus stand. Jane Austens "Pride & Predjudice" ist tatsächlich eine der wenigen Romanzen welche ich von ganzem Herzen liebe. Die Neuverfilmung mit Keira Knightly habe ich geschätzt 20 mal gesehen (→Freak). Unter anderem hat mich Javie dann darüber unterrichtet, dass wir uns die Tafelrunde angucken werden. KING ARTHURS TAFELRUNDE. Hallo? Ich bin mit dem Bus geradewegs ins Wunderland zu meinen persönlichen zeitlosen Helden gefahren. Leider war das Haus der Tafelrunde wegen einer privaten Veranstaltung geschlossen. Das war ärgerlich aber auch nicht weiter schlimm, da ich so oder so vor habe noch mal alleine in den Zauberort zu fahren. Alleine kann ich die Atmosphäre solcher besonderen Orte besser auf mich wirken lassen.

See you later!

 

PS: Auf dem letzten Bild seht ihr ein kleines Kino im Vintage-Stil. Das habe ich letzte Woche entdeckt. Ganz besondere Atmosphäre. Befindet sich im Keller eines kleinen Cafes und bietet Platz für ca. 15 Leute. Hier habe ich mit Robert einen alten deutschen Film aus den 30ern gesehen. Der Besitzer war super freundlich, hat uns ne Flasche Wein aufgemacht und Decken gegeben. Super!

04April
2016

Wer sucht, der findet!

Nach langer Zeit liefer ich ein Update. Ich war ziemlich Schreibfaul, da die Arbeit doch sehr fordernd ist, "pardon me"! Kommen wir erstmal zu den ernsten Dingen: in den letzten zwei Wochen habe ich mich hauptsächlich damit beschäftigt Sprachreise-Agenturen und Schulen in Deutschland zu finden, mit denen eine eventuelle Zusammenarbeit in Frage kommen könnte. Mittlerweile bin ich sehr gut eingearbeitet und habe verinnerlicht, wie genau in meiner Abteilung gearbeitet wird und vorallem was heißt jegliche betriebwirtschaftlichen Aufgaben allein zu bewältigen, statt in Abteilungen gesplittet zu sein. Die Atmosphäre innerhalb des Teams ist nach wie vor super. Das Vertrauen, welches mir entgegen gebracht wird, haut mich jeden Tag wieder vom Hocker. Caroline war von meinen Ergebnissen der Online Recherche so begeistert, dass sie mich direkt auf das Anwerben des deutschen Marktes angesetzt hat. Das heißt ich habe also die AUB am Telefon repräsentiert und systematisch versucht, potenzielle Vermittlungspartner von unserem Kursangebot zu überzeugen. Dabei hat mir meine Berufserfahrung ziemlich geholfen, was bedeutet, dass ich damit keine Probleme hatte kompetent und natürlich im Gespräch zu überzeugen. Meine Ergebnisse waren so positiv, dass ich von Caroline direkt einen anspruchsvolleren Auftrag bekommen habe. Die AUB bietet für kleine Gruppen sogenannte "Bespoke-Courses" an. Das bedeutet, dass z. B. für Unternehmen zu einem bestimmten Themengebiet speziell abgestimmte Kurse oder Workshops entwickelt werden um das Fachwissen der Mitarbeiter zu vertiefen oder zu erweitern. Dies erfordert allerdings eine ordentliche Recherche und Vorbereitung bzw. muss ich in Anbetracht volks- und betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkten abwägen, welche Unternehmen in Frage kommen könnten. Mein persönliches Resümee zu den letzten Wochen beinhaltet die Erweiterung bzw. Vertiefung meines Wissenstandes zum internationalen und deutschen Bildungsmarkt und den unterschiedlichen Systemen. Mir war gar nicht bewusst, wie viele Möglichkeiten es im Bereich der internationalen Bildung gibt. Durch die vielen übergreifenden Aufgaben die ich zu erledigen hatte, habe ich mich u. a. intensiv mit dem nord- und südamerikanischen Universitäts- und Schulsystem auseinander gesetzt sowie das europäische, australische und teilweise das chinesisch und japanische Bildungssystem. Meine sprachlichen Kompetenzen werden außerdem auch immer besser. Mein Vokabular erweitert sich von Tag zu Tag und tatsächlich habe ich mich letzte Woche dabei erwischt, wie ich englisch gedacht habe. Die Party- und Musikszene habe ich auch mittlerweile etwas beschnuppert. Mein Arbeitskollege Robert, welcher ebenfalls aus Deutschland kommt, hat mich mit seiner Truppe aus der Sprachschule zu einer Partynacht mitgenommen. Super Club, super Musik und die Leute von aller feinster Sahne. So ziemlich jeder Kontinent war vertreten (witzige Sache). Außerdem hat mir eine andere Arbeitskollegin eine ihrer Gitarren geliehen (krasse Sache), wobei mir das Herz aufgegangen ist und meine Seele dick einbalsamiert wurde. Dann kommt noch dazu, dass Bournemouth ein unglaubliches kulturelles und speziell musikalisch breites Angebot hat. Zum Beispiel steht bald ein großes Jazz Festival an und berühmte Musiklegenden wie Hans Zimmer geben ebenfalls Konzerte (herrliche Sache). Ich habe schon viele nette Kontakte hier geknüpft und im Fitnessstudio bei mir um die Ecke habe ich mich ebenfalls angemeldet (und da schon nen lokalen DJ kennen gelernt - coole Sache) laughing Well done!

20März
2016

First week - managed it!

Die erste Woche ist um. Kaum zu glauben. Kommen wir direkt zu den ernsten Dingen, nämlich der Arbeit. Seltsamerweise war ich vor dem ersten Arbeitstag gar nicht nervös, obwohl ich noch nie interntationale ARbeitserfahrung sammeln durfte. Die Arbeit ist super. Ich habe wirklich Glück mit dem Team, der Arbeitsatmosphäre und dem abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Alle haben mich herzlich empfangen und zu meinem Erstaunen, wurde ich als vollwertiges Teammitglied aufgenommen. Es wurde mir ein kompletter Arbeitsplatz mit Mac, einem Account und Zugriffmöglichkeit auf den Server der Uni eingerichtet und einen Schlüßel für das Gebäude in dem sich unsere Büroräume befinden habe ich sogar auch erhalten. Insgesamt besteht das Team aus sieben wichtigen Pörsönlichkeiten. Piet (Abteilungsleitung) und Tanya kümmern sich um die Organisation der Abend- und Wochenendekurse. Kay verwaltet die gesamte Emailpost und ist zuständig für die Beratung von Studieninteressierten bzw. leitet diese ggf. weiter. Dann ist da noch der Hühnerstall, Maria (stellvertretende Abteilungsleitung), Carol, Caroline und die Unbekannte (konnte ich noch nicht kennenlernen, ist nämlich beruflich in China - PR Arbeiten cool).

Ich habe ungefähr zwei Tage gebraucht, um richtig in die Arbeit hineinzukommen bzw. genauer zu verinnerlichen was genau sich hinter den Summer Short Courses verbirgt. Diese Art von Sommer Kursen ist in England und der USA ein übliches und beliebtes Konzept. Studenten und Schüler haben die Möglichkeit in den freien Sommertagen an 3 bis 6 wöchigen Kursen teilzunehmen, die von vielen Universitäten angeboten werden. Das gilt nicht nur für Einheimische, sondern auch für inernationale Interessenten. Dem Angebot an Kursthemen ist keine Grenze gesetzt. Man kann also diese Minikurse nutzen, um seine Kompetenzen zu vertiefen, zu erweitern oder aus Spaß etwas Neues zu lernen. An der AUB werden selbstverständlich nur kreative Kurse angeboten wie z. B. Film Making, Fashion Design, Architecture usw. Die Short Courses Abteilung der AUB ist unabhängig und kümmert sich somit um ALLES selbst. Dementsprechend ist auch die Dynamik am Arbeitsplatz. Ich befinde mich im "Hühnerstall". laughing Vier Frauen die wild auf ihren Tastaturen hämmern während mit Universitäten am anderen Ende der Welt telefoniert wird, die Diskussion über Modetrends und jemand der schnell zu Starbucks huscht um eine neue Runde Kaffee für alle zu holen. Ein Zentrale voller Powerfrauen, kann ich mich perfekt mit identifizieren.

Ich habe viele unterschiedliche Aufgaben bekommen. Was mich wirklich umhaut ist das große Vertrauen, dass mir zuteil gemacht wird. Anfänglich habe ich Datenrecherchen mit internenen und bereits vorhandenen Daten übernommen. Carol hat mir kurz und knackig erklärt welche Exceldatein zu bearbeiten sind und welche Informationen sie braucht, ohne nachzuhaken welche Kenntnisse ich habe. Die Herangehensweise find ich super, weil mich das fordert und auch eine Kontrolle für mich selbst ist, ob denn die vermittelten Qualifikationen aus der Schule tatsächlich auch in Realität umsetzbar sind. Ab Mittwoch habe ich dann bereits angefangen selbstständig und auf dem selben Niveau der anderen zu arbeiten. Zu Freitag haben wir Besuch von 40 Agenten aus Japan und Thailand erhalten. Zur Vorbereitung wurden mir unter anderem aufgetragen, eine Online-Recherche durchzuführen und alles an Infos über die Agenten zusammen zusammeln, auszuwerten und eine persönliche Stellungnahme dazu zunehmen (z.B. wie präsentieren sie sich im Internet; Eindruck und Handhabung der Internetseite etc.). Dieses von mir erstellte Infoblatt wurde dann alle Teilnehmer wenige Stunden vor der Ankunft der Agenten verteilt, ohne dass Carol oder Maria kontrolliert haben, was ich denn eigentlich da veranstaltet habe?! Zusätzlich habe ich "Goody Bags" und den Seminarraum mit vorbereitet. An einer internen Schulung und weiteren Meetings durfte ich ebenfalls teilnehmen.

Fazit

Ich bin überzeugt, dass die nächsten Wochen eine sehr bereichernde und spaßige Zeit für mich werden. Diese Erfahrung wird wohl schwer zu toppen sein. Das Englischsprechen wird von Tag zu Tag besser aber holla die Waldfee, das Niveau des Schulunterrichts oder eines Gesprächs mit einem Reisenden in einer deutschen Bar ist überhaupt nich zu vergleichen mit der Norm die hier an den Tag gelegt wird. Das war mir ja bewusst, dennoch ist die Tatsache witzig teilweise so unbeholfen zu sein. Humor und Gemütlichkeit tragen also einiges dazu bei, dass ich mich wohl fühle, obwohl ich fernab jeglicher Gewohnheiten bin. Zudem habe ich bisher auch nur überragend-positive Erfahrungen sammeln dürfen. Ihr hört nächste Woche wieder von mir. 

Cheerio!

20März
2016

Freakiges London und Ankunft in Westbourne

So mein erster Beitrag soll euch von meiner Ankunft in England berichten. Um genau zu sein, von meiner Ankunft und den ersten Tagen in London. Die erste Herausforderung stellte sich mir dann direkt am Flughafen in Luton. Sich einen Überblick zu verschaffen über die öffentlichen Verkehrsmittel (ohne sich im Voraus überhaupt informiert zu haben) war ziemlich abenteurlich. Nach vielem Gefrage, zum zehnten mal auf die Netzpläne schauen, mein Gepäck die Treppen und die Londoner Ubahntunnel hoch und runter schleppen und einem ewigen - bei Regen - im Kreis laufen in Kensington, habe ich es tatsächlich geschafft mein Hotel zu finden (bin aber zwei mal dran vorbei gelaufen - aller guten Dinge sind drei). Der erste Eindruck war überragender als erwartet. Jegliche Klischees haben sich als WAHR herausgestellt. Anekdote dazu: ein Wasserkocher, ein Becher und Teebeutel auf meinem Hotelzimmer. Der Linksverkehr ist defintiv verwirrend! Wohl ne Sache der Gewohnheit... Die Londoner Architektur ist vielseitig, genauso wie der Charakter der Stadt. Der Sinn für Eleganz und Altbewehrtes, der freundliche und romantische Charme von Kensington, das allgegenwärtige Businessleben in London und die verrückten und spannenden Winkel des Camden Market. Alles in allem war ich wahrhaftig beeindruckt und mein Wohlbefinden befand sich auf Wolke 7.

Oxford Circus London  Camden Market - London Im Hotelzimmer :D  Strand von Westbourne Ääähm der Eifelturm?! Die National Gallery London

Nach zwei Nächten in London gings dann mit dem Zug weiter nach Bournemouth, meinem Hauptziel. Julie, die Lebensgefährtin meines WG-Partners Richard, holte mich am Bahnhof ab. Richard war für einige Tage beruflich unterwegs deswegen verbrachte ich das erste Wochenende mit Julie und einer guten Freundin von ihr. Die Mädels zeigten mir Westbourne, luden mich zum traditionellem Fish & Chips ein, übernachteten den ersten Abend mit mir in der Wohnung und wir ließen den Abend gemütlich (mit zwei Flaschen Weinlaughing) ausklingen. Westbourne ist sehr idyllisch und romantisch und vorallem ruhig. Der Strand und die Einkaufsstraße sind fußläufig in 5 bis 10 Minuten erreichbar. Einfach nur traumhaft. Da kommt auf jeden Fall Urlaubsstimmung auf.

TROTZALLERDEM

Frisch, fromm, fröhlich, frei - Vanessa kam ja zum arbeiten herbei! 

 

13März
2016

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.